Die “International Cycling Safety Conference (ICSC)” ist ein Forum für Wissenschaftler:innen und Expert:innen, deren wissenschaftliche und praktische Aktivitäten darauf ausgerichtet sind, den Radverkehr sicherer zu gestalten und damit den Radverkehrsanteil zu erhöhen. Die Konferenz bietet die Möglichkeit, sich auf hohem Niveau und in großer inhaltlicher Breite zur Thematik auszutauschen, und dabei Lösungsansätze ebenso wie neue Forschungsfragen zu
identifizieren. Die Tagung spricht damit Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Verkehrsplanung, Verkehrspsychologie, Verkehrsmedizin oder dem Ingenieurwesen an. Die erste Auflage der Konferenz fand im Jahr 2012 statt. In den vergangenen Jahren (prä Covid) nahmen regelmäßig knapp 200 Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt teil. Die Tagung kombiniert wissenschaftliche Vorträge (üblicherweise in zwei bis drei parallelen Veranstaltungsforen) und
Postern, so dass ein aktiver Austausch zwischen den Teilnehmer*innen befördert wird. Ausgewählte Beiträge werden in einer Sonderausgabe einer einschlägigen Fachzeitschrift mit peerreview veröffentlicht. Für 2022 ist es der TU Dresden gelungen, sich erfolgreich um die Ausrichtung zu bewerben.

Die Konferenz wird von drei Professuren des Instituts für Verkehrsplanung und Straßenverkehr der TU Dresden gemeinsam organisiert. Die Leitung liegt bei der Professur für Verkehrspsychologie (Prof. Tibor Petzoldt). Außerdem beteiligt sind die Professur für integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik (Prof. Regine Gerike) und die Professur für Verkehrsökologie (aktuell unbesetzt). Themen wie nachhaltige Mobilität und Verkehrssicherheit
sind etablierte Schwerpunkte in Forschung und Lehre bei allen drei beteiligten Professuren. Die Professuren für Verkehrsökologie und Verkehrspsychologie etwa untersuchen Aspekte zur Routenwahl von Radfahrerinnen und sich daraus ergebende Implikationen für die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Die Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Verkehrstechnik befasst sich intensiv mit Einflussfaktoren auf die objektive Sicherheit von Radfahrerinnen und derzeit auch mit Aspekten des subjektiven Sicherheitsempfindens von Radfahrerinnen auf verschiedenen Arten von Infrastruktur. Die Professur für Verkehrspsychologie evaluiert Radverkehrsmaßnahmen für Bürger mit Migrationshintergrund, und erforscht Gamification als Ansatz zur Steigerung der „Attraktivität“ bestimmter Abschnitte der Radverkehrsinfrastruktur. Entsprechend dieser Forschungsschwerpunkte haben Mitarbeiterinnen des Instituts mehrfach auf den ICSC-Konferenzen vorgetragen. Prof. Petzoldt ist zudem seit 2014 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der ICSC. Auch über die Konferenz hinaus bestehen gute Kontakte zu Organisatoren und Teilnehmer:innen der ICSC.

Weiter Informationen unter: Website: https://www.icsc2022.com/, Kontakt: contact@cyclingsafety.net

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