Projekte/Projektarchiv

Projektarchiv

Da wir es wichtig finden, auch abgeschlossene Projekte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, finden Sie hier Informationen zu sämtlichen Projekten, die in der Vergangenheit von der Dr. Joachim und Hanna Schmidt Stiftung für Umwelt und Verkehr gefördert und nach 2009 abgeschlossen worden sind. Wir wünschen fröhliches Stöbern.

Dr. Oskar Kölsch

Erforschung einfacher Bermen

Der Fischotter ist eine stark be­drohte heimische Säugetierart, die an naturnahen Gewässern lebt. Die häufigste nicht-natürliche Todesursache des Otters ist die Kollision mit Fahrzeugen. Wenn unter Brücken keine Uferrandstreifen vorhanden sind, auf denen der Otter die Brücke unterqueren kann, meidet er es, unter diesen Brücken durch zu schwimmen, und überquert in Brückennähe die Straße. Deswegen sind Uferstreifen unter Brücken, sogenannte Bermen, für das Überleben der Fischotter notwendig. Diese verursachen aber zum einen oft erhebliche Kosten, zum anderen können Uferstreifen unter Brücken auch dazu führen, dass bei Hochwasser das Überflutungsrisiko steigt.  Das Anbringen von Laufbrettern unter Brücken könnte hingegen eine einfache, kostengünstige Lösung sein, wenn sie von Fischottern angenommen werden. 

Um geeignete Laufbretter unter Brücken zu entwickeln und zu erproben, wurden von der Aktion Fischotterschutz verschiedene Laufbretter unter Brücken eingebaut und systematisch wissenschaftlich auf Spuren untersucht. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass Fischotter und auch andere Tiere die von der Aktion Fischotterschutz eingebauten Laufbretter unter Brücken nutzen. In einer Broschüre werden die Forschungsergebnisse zum Bau von Bermen und einfachen Laufbrettern anschaulich beschrieben und Umset­zungsbeispiele gegeben. 

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Miro Modell zur integrierten Beschaffungslogistik vom Rohstoff Biomasse

Der Anteil der regenerativen Energieerzeugung wird in naher Zukunft erheblich zunehmen. BtL-Kraftstoffe tragen zur nachhaltigen Energieversorgung bei und können für Industrieländer mit dem Bestreben nach Erhöhung des Anteils rege-nerativer Treibstoffe ebenso wie für die Entwicklungs- oder Schwellenländer mit geringen Mineralölreserven einen Beitrag zur Sicherung der Kraftstoffversorgung leisten.
Eine wichtige Vorraussetzung für die großtechnische BtL-Produktion ist die nach-haltige und zuverlässige Bereitstellung von Biomasserohstoffen. Die Bereitstellung umfasst die Auswahl und Produktion von Biomasse und die logistischen Prozesse der kontinuierlichen Beschaffung. Die Logistikprozesse sind ein dominanter Kostenfaktor.
Zielstellung des MIRO-Projekts war die Entwicklung und Umsetzung eines Modells, das die Konzeption und Bewertung von Systemen der Bereitstellung von Biomasserohstoffen für industrielle Abnehmer ermöglicht.
Das Miro-Modell wurde konzipiert, um die strategische Entscheidungsfindung zum Aufbau und zur Optimierung von Beschaffungssystemen zu unterstützen. Es ermöglicht die Bewertung möglicher Anlagenstandorte aus beschaffungslogistischer Sicht und die Erarbeitung planerischer Gesamtlösungen für Bereitstellungsysteme. Dabei können Potenziale verschiedener Biomasserohstoffe und deren Verfügbarkeit, die Infrastrukturelle Anbindung des Standorts sowie unterschiedli-che Optionen zur Gestaltung von Bereitstellungsketten und Transportnetzen berücksichtigt werden.
Das Modell wurde am Beispiel der BtL-Produktion entwickelt, kann aber auf andere Branchen übertragen werden. Komplexe Fragegestellungen der Biomassebereitstellung sowie die Visualisierung der Ergebnisse wurden so bearbeitet, dass der Nutzen und die Anwendung des Systems über die Frage der BtL-Produktion hinausgehen. Grundsätzlich ist eine Anwendung für beliebige Formen der Biomassenutzung und für beliebige Standorte möglich, für die die benötigte Datenbasis vorhanden ist.

Insbesondere in der frühen Planungsphase der Projektierung einer BtL-Anlage kann mithilfe des Miro-Modells relativ genaue Aussagen zur Eignung eines Anlagenstandorts aus Sicht der Rohstoffbeschaffung getroffen werden. Einzugsgebiete und Bereitstellungskosten können realitätsnah abgeschätzt werden. 

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Prioritäten für die Forschungs- und Technologieentwicklung des Systems Bahn

Der Text zum Projekt "Prioritäten für die Forschungs- und Technologieentwicklung des Systems Bahn" wird veröffentlicht, sobald er uns vorliegt.

Berücksichtigung von Wechselwirkungen in Umweltverträglichkeitsstudien

Der Text zum Projekt "Berücksichtigung von Wechselwirkungen in Umweltverträglichkeitsstudien" wird veröffentlicht, sobald er uns vorliegt.

Handlungsrahmen für eine Reduktion der verkehrsbedingten C02-Emissionen in Niedersachsen 

Bei dem Beitrag handelt es sich um die ueberarbeitete Kurzfassung der Studie 'Handlungsrahmen für eine Reduktion der verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Niedersachsen', die in den Jahren 1996 und 1997 unter Federführung der Regionalen Entwicklungsagentur für Südostniedersachen e.V. (reson) erarbeitet wurde. Das Ziel der Studie war die Ermittlung der landespolitischen Handlungsmöglichkeiten zur Reduktion der verkehrsbedingten CO2-Emissionen. Mit deren erstmaliger systematischen Erfassung sollten Hinweise auf prioritäre Ansätze fuer ein landespolitisches Handlungsprogramm gegeben werden. Die Aussagen koennen weitgehende Gueltigkeit auch fuer die uebrigen Laender der Bundesrepublik Deutschland beanspruchen. In der Studie wurden die verfügbaren umwelt- und verkehrspolitischen Instrumente zu insgesamt sieben Clustern zusammengefasst, und es wurden dann die kompetenzrechtlichen Möglichkeiten auf Landesebene bei der Verfolgung der Ziele untersucht. Der Schwerpunkt lag dabei ausdruecklich auf einer möglichst umfassenden Beschreibung. In der Detailanalyse der Instrumente wurde im Grundsatz die untersuchungsleitende Hypothese bestaetigt, dass den landesspezifischen Ursachen zusaetzlichen Verkehrs keine zureichenden landesspezifischen Interventionsmöglichkeiten gegenueberstehen. Generell ist die Hypothese der Interventionsschwaeche des Landes in bezug auf Massnahmen zur Reduktion der verkehrsbedingten CO2-Emissionen also zu bestätigen.

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Informationeller Verkehrsmittelraum 

In Freiburg wurde das Konzept des Informationellen Verkehrsmittelraums entwickelt. Dabei wurde in zwei Phasen einerseits die technische Infrastruktur zur Informationsübertragung unter der Beachtung von Datenschutzbestimmungen definiert und andererseits die Auswirkungen der Informationsbeschaffung auf das Verkehrsmittelwahlverhalten studiert.

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Eingriffe in das Landschaftsbild - Ermittlung und Kompensation

Die Behandlung des Landschaftsbildes in der Eingriffsregelung stellt nach wie vor ein breites Experimentierfeld dar, da der subjektive Gehalt in der Auseinandersetzung mit dem Landschaftsbild scheinbar nur schwer faßbar ist und als nicht operationalisierbar gilt. Ist es schon für den Naturhaushalt schwer, praktikable, valide und nachvollziehbare Vorgehensweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung zu etablieren, so gilt dies bei der Berücksichtigung landschaftsästhetischer Phänomene um so mehr. Obwohl auch in der letzten Zeit eine große Anzahl von Verfahrensansätzen zur Berücksichtigung des Landschaftsbildes entwickelt wurden, bestehen immer noch grundsätzliche methodische Differenzen hinsichtlich der planungspraktischen Anwendbarkeit. Dies führt in Planungs- und Genehmigungsprozessen häufig zu einem Mangel für die Nachvollziehbarkeit und die Akzeptanz der Bestandserfassung und -bewertung sowie ihrer Umsetzung in der Eingriffsregelung. In der von der Dr. Joachim und Hanna Schmidt-Stiftung für Umwelt und Verkehr geförderten Handlungsanleitung wurde auf Grundlage der naturschutzrechtlichen Vorgaben sowie der Regelwerke und der Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Verkehr eine praxisorientierte, durch Fallbeispiele und eine Materialiensammlung gestützte Arbeitshilfe geschaffen. Durch die Kombination von Bausteinen verschiedener Verfahrensansätze wurde ein deskriptiver und praxisorientierter Ansatz zur Erfassung und Bewertung des Landschaftsbildes, zur Ermittlung von straßenbaubedingten Eingriffen sowie zur Optimierung des Straßenentwurfes entwickelt. Gleichzeitig wurde ein fachlicher Rahmen für die Ableitung von spezifischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Wiederherstellung und Neugestaltung des Landschaftsbildes geschaffen.

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FFH-Richtlinie - Konsequenzen und Anforderungen an die Umweltbeiträge in der Verkehrs- und Straßenplanung

Der Text zum Projekt "FFH-Richtlinie - Konsequenzen und Anforderungen an die Umweltbeiträge in der Verkehrs- und Straßenplanung" wird veröffentlicht, sobald er uns vorliegt.


Gesellschaftliche Ziele von und für Verkehr

Als erster Band der Schriftenreihe des Dresdner Instituts für Verkehr und Umwelt DIVU ist jetzt die Studie "Gesellschaftliche Ziele von und für Verkehr" erschienen. (ISSN 1438-3268). Im Auftrag der Dr. Joachim und Hanna Schmidt Stuíftung für Umwelt und Verkehr wurden hier zunächst gesellschaftlich relevante Gruppen, Akteure im politischen Raum usw. zu Zielen des Verkehrs befragt. In einem zweiten Schritt wurde versucht, aus diesen Aussagen sowie aus eigenen Überlegungen und Arbeiten heraus ein konsistentes System der übergeordneten Ziele von Vekehr zu entwickeln. Die Studie ist über den Lehrstuhl für Verkehrsökologie erhältlich.

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Reduktion der Emissionsbelastung bei Großveranstaltungen durch eine zielorientierte Verkehrsplanung am Beispiel der EXPO 2000

Der Text zum Projekt "Reduktion der Emissionsbelastung bei Großveranstaltungen durch eine zielorientierte Verkehrsplanung am Beispiel der EXPO 2000" wird veröffentlicht, sobald er uns vorliegt.


Weiterentwicklung des kommunalen Finanzsystems zur Förderung verkehrsvermeidender Siedlungsstrukturen

Der Text zum Projekt "Weiterentwicklung des kommunalen Finanzsystems zur Förderung verkehrsvermeidender Siedlungsstrukturen" wird veröffentlicht, sobald er uns vorliegt.

Wege aus der Zerschneidung für die Haselmaus 

Dr. Mathias Herrmann

Hier sind keine Informationen online zugänglich.


 

Straßenbäume in Hamburg: Untersuchungen zu Folgen des Klimawandels entlang des urban-ruralen Gradienten

Jessica Ehrhardt

Zunehmende Flächenversiegelung, insbesondere durch Straßenbau, erschweren die Lebensbedingungen speziell für Straßenbäume. Die hohe Verkehrsdichte bedingt stetig steigende atmosphärische CO2- und Ozon-Konzentrationen außerdem. Zusammen mit ansteigenden Temperaturen, und der Häufung von Extremwetter-Ereignissen spiegeln sie den sich vollziehenden Klimawandel wider.

Urbane Ökosysteme unterliegen bereits heute den Umweltbedingungen, wie sie in Klimaszenarien für die nächsten Jahrzehnte großräumig prognostiziert werden und eignen sich daher besonders, Untersuchungen an langlebigen Organismen wie Bäumen durchzuführen.

In dem Promotionsvorhaben werden an sechs Lokalitäten entlang eines urban-ruralen Klimagradienten Untersuchungen an Straßenbäumen ausgewählter Arten und Alter in Hamburg durchgeführt. Die Festlegung der Untersuchungsstandorte entlang des  Klimagradienten erfolgt dabei nach den bereits bestehenden Klimadaten des DWD. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden zusätzlich eigene Daten zu Luft-Temperatur und CO2–Gehalt erhoben. Neben der Entwicklung des Vegetationsbeginns und des Belaubungsgrades über Fotodokumentation und anschließender Auswertung, soll auch das Dickenwachstum dauerhaft über den Untersuchungszeitraum mit fest installierten Umfangsmessbändern aufgezeichnet und ausgewertet werden. Die Quantität der Samen soll über das Auffangen dieser in Trichterfallen, die in den Bäumen angebracht werden, ebenso analysiert werden, wie deren Keimfähigkeit über spezielle Laborapparaturen.

Die Ergebnisse sollen dazu genutzt werden, mögliche Auswirkungen zukünftiger klimatischer Änderungen auf Gehölze schon heute zu messen und um Handlungsempfehlungen für den Straßenbaumbestand untersuchter Arten in Hamburg aussprechen zu können.

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