PARK(ing) DAY 2012

GreenCity, München

PARK(ing) DAY ist ein weltweites Ereignis im Rahmen des Internationalen Autofreien Tags. bei dem Bürger Autoparkplätze verwandeln und dabei ihre Bedürfnisse und Wünsche über die Gestaltung und die Benutzung der öffentlichen Flächen ihrer Stadt kundtun. Daraus entstehen grüne Parkräume. Kunstinstallationen oder Spielplätze, die die Teilnehmer ihren Mitbürgern zur Verfügung stellen. Ziel der Veranstaltung ist es. die Aufmerksamkeit auf die starke Nutzung des öffentlichen Raums durch das Zuparken von Autos zu richten und die Bürger für Alternativen zu sensibilisieren. 2012 findet der PARK(ing) DAY am 21. September statt..

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Radiotelemetrische Freilandstudie an einer Bahndamm‐Population der Ringelnatter zur Entwicklung eines nachhaltigen Schutz‐ und Kompensationskonzeptes bei Eingriffen und Umbaumaßnahmen

Jan Schulze Esking

Zu diesem Projekt werden wir in Kürze an dieser Stelle weitere Informationen veröffentlichen.

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Fachliche Bewältigung der Anforderungen des § 19 (3) BnatschG hinsichtlich der streng geschützten Arten – am Beispiel der Libelle

Martin Schorr

Zu diesem Projekt werden wir in Kürze an dieser Stelle weitere Informationen veröffentlichen.

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Straßenbäume in Hamburg: Untersuchungen zu Folgen des Klimawandels entlang des urban-ruralen Gradienten

Jessica Ehrhardt

Zunehmende Flächenversiegelung, insbesondere durch Straßenbau, erschweren die Lebensbedingungen speziell für Straßenbäume. Die hohe Verkehrsdichte bedingt stetig steigende atmosphärische CO2- und Ozon-Konzentrationen außerdem. Zusammen mit ansteigenden Temperaturen, und der Häufung von Extremwetter-Ereignissen spiegeln sie den sich vollziehenden Klimawandel wider.

Urbane Ökosysteme unterliegen bereits heute den Umweltbedingungen, wie sie in Klimaszenarien für die nächsten Jahrzehnte großräumig prognostiziert werden und eignen sich daher besonders, Untersuchungen an langlebigen Organismen wie Bäumen durchzuführen.

In dem Promotionsvorhaben werden an sechs Lokalitäten entlang eines urban-ruralen Klimagradienten Untersuchungen an Straßenbäumen ausgewählter Arten und Alter in Hamburg durchgeführt. Die Festlegung der Untersuchungsstandorte entlang des  Klimagradienten erfolgt dabei nach den bereits bestehenden Klimadaten des DWD. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden zusätzlich eigene Daten zu Luft-Temperatur und CO2–Gehalt erhoben. Neben der Entwicklung des Vegetationsbeginns und des Belaubungsgrades über Fotodokumentation und anschließender Auswertung, soll auch das Dickenwachstum dauerhaft über den Untersuchungszeitraum mit fest installierten Umfangsmessbändern aufgezeichnet und ausgewertet werden. Die Quantität der Samen soll über das Auffangen dieser in Trichterfallen, die in den Bäumen angebracht werden, ebenso analysiert werden, wie deren Keimfähigkeit über spezielle Laborapparaturen.

Die Ergebnisse sollen dazu genutzt werden, mögliche Auswirkungen zukünftiger klimatischer Änderungen auf Gehölze schon heute zu messen und um Handlungsempfehlungen für den Straßenbaumbestand untersuchter Arten in Hamburg aussprechen zu können.

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Netzwerk Slowmotion

Dr. Martin Held

Das 2009 gegründete Netzwerk Slowmotion möchte eine neue Mobilitätskultur fördern, bei der hohe Geschwindigkeiten nicht mehr ideologisch überhöht werden und das Langsame zum Minderwertigen erklärt wird. Vielmehr soll ein Gleichgewicht aus Aktivität und Ruhe, eine neue Balance aus Nähe und Ferne, von Langsamkeit und Schnelligkeit angestrebt werden.
Das Grundmotto des Netzwerks charakterisiert zugleich die inhaltliche Ausrichtung. Slowmotion ist ein Netzwerk unterschiedlichster Akteure, die für eine

  • menschenfreundliche
  • postfossile
  • klimaverträgliche und
  • genussvolle

Mobilität einstehen. Die Idee für das Netzwerk wurde bei der Erarbeitung des Buchs „Postfossile Mobilität" geboren und anschließend gemeinsam von der Evangelischen Akademie Tutzing und Green City e.V., München ins Werk gesetzt. Green City koordiniert den Aufbau des Netzwerks und ist zugleich für das Münchner Teilprojekt federführend.
Münchner  Teilprojekt: In München wird im Herbst 2010 eine Veranstaltung unter dem Oberthema „Ich bleib dann mal da" stattfinden. Dazu werden derzeit „Mobilitätsempfehlungen" des Netzwerks Slowmotion erarbeitet. Diese „Mobilitätspyramide 2010 - Mobilität genießen: menschenfreundlich - postfossil - klimaverträglich" soll dort der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bisher gibt es für den Bereich Verkehr / Mobilität nichts der „Ernährungspyramide" vergleichbares.
Berliner Teilprojekt: In Berlin wird im Herbst 2010 eine Ve ranstaltung zum Oberthema „Wiederaneignung öffentlicher Räume" stattfinden.

Kontakt:

Kai Sonntag - kai.Sonntag@greencity.de / www.greencity.de
Sebastian Stragies - slowmotion.berlin@googlemail.de 

Initiatoren des Netzwerks:
Martin Held und Jörg Schindler

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Postfossil Mobility

Der moderne Verkehr ist fast vollständig vom Erdöl abhängig. Peak Oil, der jetzt aktuell erreichte Höhepunkt der weltweiten Ölförderung, zeigt die Nichtnachhaltigkeit des fossil angetriebenen Verkehrs. Das Ölangebot wird in naher Zukunft kontinuierlich abnehmen. Der Unfall der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko hat dies drastisch vor Augen geführt.

Wir sind gewöhnt, nur den Verkehr zu sehen. Verkehr hat Verkehrsmittel und -infrastrukturen  im Blick. Diese Sicht verstellt jedoch das Wesentliche: Tatsächlich geht es um den Menschen und seine Bedürfnisse. Daher ist Mobilität der grundlegendere Begriff, weil er vom Menschen ausgeht. Im Buch „Postfossile Mobilität – Wegweiser für die Zeit nach dem Peak Oil“ von Jörg Schindler und Martin Held unter Mitarbeit von Gerd Würdemann (erschienen Dezember 2009 im VAS Verlag, Bad Homburg) wird Mobilität umfassend vorgestellt.

Das Buch erzählt die Geschichte der epochalen Transformation vom fossilen Verkehr zu einer postfossilen Mobilität und beschreibt dazu 7 Leitplanken, die für die postfossile Mobilität bestimmend sind: Energieeffizienz, erneuerbare Energien, effizientere Raum- und Siedlungsstrukturen mit einer neuen Balance von Nähe und Ferne, Mobilitätschancen für alle (Nachhaltigkeitsprinzip der Verallgemeinerbarkeit), Körperkraftmobilität für Gesundheit und Wohlbefinden, mehr Beweglichkeit durch Verbindung von digitalen Diensten und Verkehr, attraktive und emotional ansprechende Gestaltung postfossiler Mobilität in einem sich selbst verstärkenden Prozess.

Die Verkehrs- und Mobilitätspolitik wird zunehmend von der lokalen und regionalen Ebene über die nationale Ebene hinaus gehend international bestimmt. Im Buchprojekt wird das Buch ins Englische übersetzt und publiziert, damit diese weitreichende Analyse und Konzeption über den deutschen Sprachraum hinaus verbreitet wird.

 

 

 

Akzeptanz von Straßenbenutzungs-gebühren als Grundlage einer umweltgerechten Verkehrspolitik

Denise Kaniok

Straßenbenutzungsgebühren haben sich als technisch realisierbarer und aus ökonomischer Sicht effektiver Lösungsansatz für Verkehrsprobleme in städtischen Ballungsräumen herausgestellt. Zur Erklärung der Reaktionen der Bürger auf derartige Gebühren kommen unterschiedliche Ansätze in Betracht. Kahnemann und Tversky (1979) weisen bereits vor Jahrzehnten systematische Muster in der menschlichen Präferenzstruktur nach, die von der Annahme der normativen Entscheidungstheorie - einem rational handelnden Individuum - abweichen. Beispielsweise besagt der Framing-Effekt, dass allein die Art und Weise der Darstellung ein und desselben Sachverhaltes zu unterschiedlichen Entscheidungen führen kann. Im Rahmen des Promotionsvorhabens wird mittels einer wissenschaftlichen Untersuchung der Frage nachgegangen, inwieweit sich Heuristiken sowie Verzerrungen im Verkehrskontext und der Bewertung von städtischen Straßenbenutzungsgebühren reproduzieren lassen. Es ist zu prüfen, ob sich menschliche Entscheidungen im Sinne von nachhaltigem Verkehrsverhalten beeinflussen lassen.

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Grundwissen Verkehrsökologie

Matthias Winter

Mit dem Projekt „Grundwissen Verkehrsökologie" wird ein Beitrag dazu geleistet, den Akteuren in Verkehrsplanung, Verkehrspolitik und Verkehrmanagement die komplexen Wechselwirkungen im Bereich „Verkehr und Umwelt" besser zu erklären. Damit soll ein Handbuch vorgelegt werden, das Interessierte aus allen Fachbereichen, vor allem aber auch Praktiker in den Kommunen und Landkreisen, Verkehrsplaner, interessierte Bürger und Bürgerinitiativen sowie NGO anspricht.

Strategisch werden mit dem Handbuch folgende Ziele verfolgt:

  1. Möglichst vollständiger Überblick des Grundwissens zu Verkehr und Umwelt
  2. Motivation zu auf Umweltschutz im Verkehr gerichtetem proaktiven Handeln
  3. Einheitliche, klare Präsentation und Erläuterung der Definitionen und Begriffe 
  4. Adaption der traditionellen Ziele und Vorgehensweisen im Verkehrsbereich auf die aktuellen Herausforderungen
  5. Wecken von Interesse für dieses Fachgebiet.

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